Umbau einer Philips D-Box2  © Andreas Theilmeier  11.06.06    
                                               home                                                                                                      

Translation with google Traduction avec google             

Einleitung
Analyse
 Umbau_1
Umbau_2    
Umbau Fernbed.
Verzögerung 
Bauteile
 
 
   
 Links
 home

Einleitung

Bei der Philips DBox2 kommt es beim Umschalten mit der Fernbedienung (FB) oft zu ungewollten Effekten:
- Die Box springt zu Programm
8 bzw. 9
- Es werden Kanäle übersprungen
Zur Lösung dieser Probleme wurden in entsprechenden Foren Vorschläge gemacht, von denen ich die IMHO sinnvollen
hier zusammengefasst habe.
Bitte lest die Anleitungen sorgfältig! Etwas Erfahrung mit Elektronik-Lötarbeiten und entsprechendes Werkzeug sollte vorhanden sein. Ansonsten gibt es hier Einsteiger-Infos.
Alle Umbauarbeiten auf eigene Gefahr!


Analyse (nach grover, TuxBox-Forum)

Nachdem ich den TSOP1836 in meiner Philips Box gegen einen TSOP1736 ohne Besserung getauscht habe und auch die Verringerung des Pull-Up Widerstands nichts gebracht hat (im Gegenteil, bei 560 Ohm ergab sich ein Schwingen am Ausgang des TSOPs), hab ich doch mal meinen Oszi ausgepackt und gründlicher analysiert. Meine Box ist von besonders übler Sorte, während zapping springt sie bei mindestens jedem 5 -10. Programm. Und dabei muss ich auf die Decke zielen. Ziel ich direkt auf die Box, kommt überhaupt nur Murks (z.B. Programmnummern in der Direkteingabe, bei Änderung der Lautstärke springt Programm ebenfalls auf 9)

Ergebnisse der Analyse,
Messungen am Ausgang des TSOP
Die Flanken des Ausgangs am TSOP 1836 sind nicht wirklich steil. Vor allem ist der Spannungshub mit 4,5V nicht besonders. Spannung im Ruhezustand für "High" ist 4,75V. Jetzt kommts: Versorgungsspannung des TSOP direkt ist nur etwa 4,5V! Und das im Ruhezustand. Beim Empfang bricht Spannung noch geringfügig weiter ein. Das bedeutet, der Widerstand der in der +5V Versorgung zum TSOP liegt, ist zu hochohmig bemessen (330Ohm). Bei allein 2mA Versorgungsstrom für den TSOP sind das schon 0,7V Spannungsabfall. Je nach Exemplar des TSOP brauchen die mehr oder weniger Strom (Exemplarstreuungen). Deswegen kann - muss aber nicht - der Tausch des TSOP etwas bringen.


1. Methode (nach einer Idee von grover, TuxBox-Forum)

Umbau mit Kondensator, Elko und Induktivität

Bauteile
Induktivität (Drossel): zwischen 470uH und 1000uH
Elektrolyt-Kondensator (Elko): zwischen 100uF und 220uF 10V stehend
Keramikkondensator 100nF


[Fett: empfohlene Werte, uH=MicroHenry, uF=MicroFarad, nF=NanoFarad]

Definition
Die Bestückungsseite ist die Seite der Platine, auf der das LC Display und auch der TSOP zu sehen sind. Die Platine mit Bestückungsseite zur Sicht hochkant mit dem LC Display nach oben so halten, dass der TSOP 1836 mit seinen Anschluss-Beinen zu dir zeigt.

Einbau
Links neben den Lötaugen, in denen der TSOP eingelötet ist, findest du die Bezeichnung "1836"aufgedruckt. Die Belegung der Lötaugen von links nach rechts ist:

Ausgang__________Masse (-)_________+ 5V(Vcc)

Foto: Platinenausschnitt mit TSOP                                          Foto: Bauteile
Bild 1: TSOP - Anschlussbelegung                                               Bild 2: Bauteile

Zunächst den einen Anschluss des keramischen Kondensators (100nF) an den mittleren und den zweiten Anschluss an den rechten Anschlussdraht des TSOP löten (Bestückungsseite, s. Bild 3-2). Alternativ kann der Kondensator auch auf der Lötseite angelötet werden (s. Bild 4- 2b). Der Abstand des Kondensators zum TSOP sollte dabei nicht zu groß werden (etwa 5mm).
An den rechten Anschluss des TSOP (+ 5V) wird zusätzlich die Induktivität gelötet*. Sie wird so eingebaut, dass sie schräg nach oben rechts zum Platinenrand zeigt (Körper der Induktivität liegt rechts an LED "D2" an). Durch den ausgefrästen Schlitz rechts über LED "D2"(Bild 3) führst du den anderen Anschlussdraht der Induktivität, so dass er auf der Unterseite der Platine herauskommt (Bild 4). Diesen Draht dann an der Anode von LED "D2" anlöten (die Anode ist der Pin, der zum Kondensator "C16" zeigt und sich auch näher am gefrästen Schlitz befindet).
Den Draht der Induktivität so biegen, dass er überall Abstand zu den Kupferflächen hat, alternativ den Draht entsprechend isolieren. (Auf beiden Seiten der Platine Kontakt des Drahts mit den Kupferflächen vermeiden).
Den Elko lötest Du am einfachsten an den mit "1136" bezeichneten Lötaugen an. Diese drei Lötaugen liegen etwa 5mm unterhalb der Lötaugen, in denen der TSOP steckt. Die Belegung dieser Lötaugen-Reihe ist wie folgt:

Masse_____________+ 5V_________Ausgang

Den Minus-Pol des Kondesators (ist am Becher mit "-" Zeichen oder einem langen Strich gekennzeichnet) an das linke Lötauge und den Plus-Pol (hat den längeren Anschlussdraht) an den mittleren Anschluss der Lötaugen-Reihe löten. Wenn du die Anschlussbeinchen abwinkelst, kann der Becher des Kondensators flach auf die Platine aufliegen (vor dem Löten ausprobieren). Anschließend auf anderen Seite der Platine die Überstände der Drähte mit einem Seitenschneider abzwicken.
Bevor Du die Box einschaltest, überprüfe nochmals alle Lötstellen und vor allem die Polung des Elektrolyt-Kondensators!


Bestückungsseite der Platine       Lötseite der Platine
Bild 3: Bestückungsseite mit Elko, KerKo und               Bild 4: Lötseite
              Induktivität


* Im Prinzip funktioniert jede Drossel mit nicht zu hohem Widerstand der Wicklung (R sollte < 50Ohm sein). Die Größe der Induktivität sollte 100uH bis 1000uH betragen. Ersatzweise Widerstand <= 47Ohm oder eine Drahtbrücke.


2. Methode

Austausch des IR-Empfängers TSOP 1836 (Original) (36KHz) gegen TSOP 1838 (38KHz). Hilft insbesondere bei Platinen der Rev. 4. Eine Anleitung dazu befindet sich hier:
Austausch TSOP


Umbau der Fernbedienung

Grundlagen
Messungen an der FB ergaben, dass die Frequenz der ausgesendeten Pulse ziemlich genau bei 36kHz liegen. Also eigentlich kein Grund, den TSOP 1836 gegen einenTSOP 1836 zu tauschen (s. Methode 1).
Allerdings brechen die Spannungshübe über der Sende-LED nach den ersten gesendeten Pulsen ein. Abhilfe schafft hier einen Kondensator (Elko) z.B. 470uf 10V parallel zu den Batterieanschlüssen anzulöten. Am
(Fehl-) Verhalten der Box änderte dieser Umbau in der Regel jedoch nichts. An dieser Stelle braucht man eigentlich nichts zu ändern, es sei denn man möchte größere Entfernungen überbrücken. Das eigentliche Problem mit der FB liegt in jedem Fall in der Box.

Umbau
In der FB ist am unteren Platinenrand Platz für einen Elektrolyt-Kondensator (Elko) vorgesehen. Hier wird der Elko parallel zu den Batterieklemmen angeschlossen. Achtung! Unbedigt auf die richtige Polung des Elkos achten.

Bauteile
Elektrolyt-Kondensator (Elko): zwischen 220uF und 470uF 10V stehend


Anfangs-/Wiederholungsverzögerung einstellen

Grundlagen
Von der Fernbedienung werden die Codes der betätigten Taste so lange periodisch alle etwa 115ms wiederholt gesendet, wie die Taste gedrückt bleibt. D.h. selbst wenn eine Taste nur kurz gedrückt wird, gehen die Codes mehrfach raus. Die Software muss nun entscheiden, ob nur ewig auf einer Taste rumgedrückt, oder sehr schnell auf der Taste "gemorst" wird.

Einstellungen
Die Anfangsverzögerung sollte auf mindestens 3 * Periodenzeit also > 3 * 115ms = 345ms eingestellt werden (z.B. 350 ms oder gleich 400 ms). Damit die Betätigung als einzelner Tastendruck erkannt wird, sollte man spätestens nach einer 1/3 Sekunde die Taste los lassen. Bleibt man länger auf der Taste, interpretiert die Software eine gewollte Tasten-Code Wiederholung (zapping).
Die obigen Werte sind aus den Messwerten der FB und Erwägungen zur Übertragungssicherheit durch Wiederholung abgeschätzt. Es bleibt immer ein Kompromiss zwischen sicherer Erkennung einzelner Tastendrücke und maximal mögliche Folgefrequenz der Tasteneingaben. Hier hilft nur probieren. Für die Wiederholungsverzögerung sollte man Werte zwischen 0ms und 200ms versuchen.


Bauteile - komplette Liste

Die hier verwendeten Bauteile gibt es im gut sortierten Elektronikladen oder per Versand z.B. bei Kessler, Reichelt oder Simons

DBox:
TSOP 1836 (Original) (36KHz)
TSOP 1838 (38KHz), insbesondere bei Rev.4-Platinen
TSOP 1736 (36KHz) (Reichelt)

Induktivität (Drossel): zwischen 470uH und 1000uH

Elektrolyt-Kondensator (Elko): zwischen 100uF und 220uF 10V stehend
Keramikkondensator 100nF

Fernbedienung:
Elektrolyt-Kondensator (Elko): zwischen 220uF und 470uF 10V stehend

[Fett: empfohlene Werte, uH=MicroHenry, uF=MicroFarad, nF=NanoFarad]
470u 10V stehend (Umbau der Fernbedienung)



Links
Versender, el. Bauteile
 
Kessler
 
Reichelt   
 
Simons
   
noch mehr Versender
  
  
  
Grundlagen, div.
  
Grundlagen Elektronik
 
PC-TV-Sat
SAT - Montage, Ausrichtung
Skizze Multifeed
grobe Position und Orientierung der LNB f. Astra (19,2°+28,2°), Hotbird, Sirius
G. Schweizer
Grundlagen Sat-Technik
satlex
Rechner für Azimut- und Elevationswinkel
king of sat
Sender
Sat Info Page
individuelle Senderlisten für div. Sat-Empfänger zum download
Multicam
zweiten Kartenschacht der DBox2 nutzen
  
  
Foren
   
TuxBox-Forum
 
  
  
 
  
Linux, Neutrino
 
Dietmar Hölscher
Linux@Dbox2 HowTo, die wichtigsten Links
Neutrino
 
Neutrino-Anleitung
 
DBox-Update
Offizielle Neutrino Flash-Image Update Seite
Jack the Grabber
Image
yadi
Image
 
  
Downloads, Div
 
UMP
 Div. zur DBox

Achtung!
Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden, die durch die hier beschriebenen Verfahren verursacht werden. Also alles auf eigene Gefahr.

 

© Andreas Theilmeier
11.06.06

home